Kennst du das?

Du hast eine Leistung vollbracht und bist doch nicht zufrieden? Du kritisierst dich ständig und hast das Gefühl, dass es noch besser, noch höher, noch schneller geht? Ständig kritisierst du dich selbst und verurteilst dich über Worte und Gedanken?
Vergleichst du dich oft mit anderen? Richtig – Falsch. Dicker – Dünner. Schneller – Langsamer. Ständig bist du hart zu dir selbst.

Und ist es nicht so, dass du gegenüber deinen Mitmenschen viel grosszügiger bist als mit dir selbst? Und ich bin sicher, dass du für die anderen immer viel Verständnis hast und einiges nachgiebiger bist als mit dir selbst. Hab ich Recht?
Also nun ist die Zeit gekommen um ehrlich mit dir selbst zu sein. Denn Selbstbelügen und Selbstsabotage ist von gestern. Heute ist die Zeit gekommen zu lernen, dass du in deinem Leben der wichtigste Mensch bist und somit wirklich – wirklich auch ganz viel Mitgefühl verdient hast!

 

Deine Gedanken und Sätze kreieren deine Wirklichkeit

Also wir Frauen sind ja (fast) alle mal im Leben unzufrieden mit unserem Gewicht. Sicherlich hast du auch schon probiert abzunehmen. Welche Diät oder Ernährungsform es wird, darüber hast du dir sicher schon im Vorfeld viele Gedanken gemacht, Hast dich vielleicht auch mit anderen Frauen intensiv darüber unterhalten. Nun gehts voller Elan los, hast dir dein Ziel gesetzt, Rezepte gesucht, einen Bewegungsplan geschrieben etc.
Voller Freude und Elan, ganz bewusst gehst du es an!
Und ja. Es gibt auch Herausforderungen zu meistern. Zum Beispiel der Gedanke an den heissgeliebten Nussgipfel, das Stückchen Schokolade oder die Tüte Chips… wie leicht wäre es, diese nun zu nehmen und einfach zu verspeisen?
Nein! Du tust es nicht. Du bist motiviert und willst es auch bleiben. Dein Wille ist stark.

Die ersten 2 Wochen läuft alles einigermassen gut. Du bist motiviert und hast ein gutes Gefühl. Du freust dich auf die Waage und … OH Je! Was ist denn da los? Nur 1 oder 2 Kilo? Was ist denn da passiert?
Du hast dich an alles gehalten, bewegt, keinen Alkohol getrunken, nichts Süsses gegessen. Und das alles nur für 1-2 Kilo…!!??? Wut, Enttäuschung, Entsetzten machen sich breit und dein Selbstsabotage Programm fängt automatisch an zu laufen.
Sätze wie: „Dann kann ich ja gleich aufhören.“ „Ich schaffe es einfach nie.“ Dies alles, auch wenn du weisst, dass abnehmen Zeit braucht. Schliesslich hattest du ja auch Zeit um zu zunehmen, oder?
Was würdest du deiner Freundin sagen?
Vermutlich genau das. Dass es Zeit braucht, dass die Versprechungen aus den Magazinen nie funktionieren, dass sie doch super auf Kurs ist.

Eigentlich ist mir alles zu viel…

Deine Kinder sind krank, dein Mann gerade viel geschäftlich unterwegs und das zeigt sich auch in eurer Ehe.  Deine Mutter redet dir die ganze Zeit in die Erziehung, deine Freundinnen sind gerade sehr mit sich selbst beschäftigt und in deinem Teilzeitjob bist du momentan auch 100% gefordert. Du schläfst schlecht oder gar nicht, du erträgst immer weniger und wirst immer öfter krank.
Du sehnst dich danach, dass dich jemand in den Arm nimmt, dir was liebes und tröstende Worte ins Ohr flüstert. Eine Person die dich einfach nur versteht.
Aber das ist momentan einfach nicht der Fall und du versuchst dich mit deinem eigenen Willen und Verstand zu motivieren. „So, nun reiss dich zusammen, stell dich nicht so an, andere schaffen es auch nicht“… etc.

Tja, willkommen im Leben.

 

Meine Entdeckung 

Die meisten Kundinnen der letzten 5 Jahre, gingen sehr hart und kritisch mit sich selbst durchs Leben. Oft stellten sie sich hinten an, hinter dem Partner, den Kindern, der Familie, dem Job… und irgendwie ging es ja immer. Hinderliche Glaubenssätze und anerzogene Muster erlaubten ihnen den ganz normalen Alltagswahnsinn.
Im Coaching lernten sie, sich selbst eine gute Freundin zu sein, sich selbst die Person zu sein, die sie so dringend im Aussen suchten und vergeblich warteten.

 

Der Unterschied zwischen Selbstmitgefühl und Selbstmitleid

Wenn es Momente gibt in deinem Leben in denen du dir die Decke über den Kopf ziehst, deine Wollsocken und ausgeleierten Trainerhosen anziehst und dich mit deiner Lieblingsschokolade auf dem Sofa einlullst… dann hat das absolut nichts mit Selbstmitgefühl zu tun.

Das ist Selbstmitleid.

Da leidest du nämlich mit dir selbst, redest dir vieles ein und bist der tiefen Überzeugung, dass das alles wahr ist. Du gehst ganz und gar freiwillig auf in deiner Opferrolle. Wie ein Schweinchen  wälzt du dich im eigenen Sumpf.

Zwischen Selbstmitleid und Selbstmitgefühl gibt es einen riesengroßen Unterschied.
So wie beschrieben gerätst du in die Mitleidsrolle, die passive Opferrolle. Und was du nun aber nötig hättest wäre mitfühlend, nachsichtig wohlwollend mit dir um zu gehen. So wie wenn deine beste Freundin bei dir Trost und Rat sucht, solltest du aktiv sein mit dir selbst. Dir mit Rat und Tat zu Seite stehen.

 

Tipp

In solchen Momenten frage ich mich dann: „Was würde ich nun meiner besten Freundin raten?“
Dann trete ich einen Schritt zurück, betrachte mich von aussen ganz objektiv und wertfrei. Ich erkenne die Situation und kann dementsprechend meine Entscheidung treffen. Ich handle.

Du kannst dir vorstellen, dass du dich in der 3. Dimension auf einer Bühne siehst. Statt im Selbstmitleid aufzugehen und komplett passiv zu sein, betrachtest du dich von aussen und erlaubst dir wertfrei zu reflektieren. So kommst du ins Handeln.
Darüber gibt es einige 1000 Studien. In denen wird aufgezeigt, wie wichtig gerade für das Entgegenwirken bei Ängsten, Burnout, Depressionen. Menschen mit Selbstmitgefühl grübeln weniger und kommen daher viel weniger in den Negativstrudel.

Wenn du mehr Selbstmitgefühl empfindest dann:

  • befreist du dich von Perfektionismus und dem Druck, besser sein zu müssen als andere
  • lässt du deinen inneren Kritiker nicht mehr über dein Leben bestimmen
  • bist du motivierter und bereit für persönliches Wachstum
  • wirst du erfolgreicher sein und bessere Resultate erzielen, weil du mit dem Flow des Lebens gehst statt dich auszubremsen
  • bist du entspannter und gelassener

Na? Wie fühlt sich das an? Es ist doch wunderbar, wenn du ganz einfach mit dem DICHSELSTMÖGEN so vieles ausrichten kannst, das deinem Leben einfach gut tut.
Und du weisst: Ich mag es kurz und knackig… also eben. So einfach wie möglich mit dem bestmöglichen Resultat.

Fang heute an!

Möchtest du wissen wie es geht? Dann lies schnell weiter!

 

Die Zutaten für DEIN glücklicheres Leben! 

1. Sei nett mit dir selbst- möge dich
Erlaube dir in Zukunft dich freundlich und mit der richtigen Wertschätzung zu betrachten. Denke einfach du seist deine beste Freundin, dann gehts einfacher. So hast du weniger Kritik dafür mehr Nachsichtigkeit und Geduld für dich übrig.

2. Verbundenheitsgefühl
Wenn du mal nicht im Strumpf bist, oder das Gefühl hast, dass bei dir gerade alles schief läuft ist der Unterschied zum Selbstmitleid eben gerade besonders deutlich. Du ziehst dich dann nicht zurück und isolierst dich, sondern nimmst dich als Teil des Ganzen wahr. Als Teil einer Gesellschaft die eben zum Glück nicht immer perfekt ist. Auch wenn es im ersten Moment den Eindruck macht, dass du hier wohl die einzige bist, die mal wieder nicht performed. Mit dem Selbstmitgefühl gelingt es dir, deine „Fehler“ als menschlich, normal und als Teil des Ganzen zu sehen.

3. Achtsame Grundhaltung
Achtsamkeit
und Dankbarkeit ist heutzutage in aller Munde. Es geht nicht darum, dass du dich nun die ganze Zeit achtest was du tust, isst, sagts… Nein es geht darum, dass du in wichtigen Momenten in die Vogelperspektive gehst und das Ganze mal von oben betrachtest. Einen anderen Blickwinkel einnimmst. So siehst du oft viele Dinge ganz anders. Genauso wie wenn du dich selber auf einer Bühne betrachten würdest. Du musst nur schauen ohne zu bewerten, zu verändern oder zu verurteilen. So kommst du wunderbar in das Gefühl des Selbstmitgefühl. Erlaube dir auch einfach mal zu sagen, dass die Situation jetzt einfach so ist und du es gerade nicht ändern kannst.

Nimm den Druck raus, alles auf Anhieb hinkriegen und schaffen zu müssen.

Dir selbst eine gute Freundin sein, dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – das ist also Selbstmitgefühl.
Dich zu mögen, dir mit Verständnis zu begegnen, dich selbst auch mal zu umarmen und einfach mal den 5er gerade sein lassen. So wie du es bei anderen auch tust.

Das heißt im Klartext: Selbstmitgefühl hilft dir auch, besser mit Rückschlägen & Niederlagen umzugehen. Es lässt deine Resilienz, deine mentale Widerstandskraft wachsen.

 

Und zum Schluss die ultimative Übung 

Eine super coole Übung die du vielleicht in ähnlicher Form von Loslass-Übungen kennst, ist der mitfühlende Brief an dich selbst. Die Idee stammt nicht von mir sondern aus dem Buch Achtsames Selbstmitgefühl: Wie man sich von destruktiven Gedanken und Gefühlen befreit“ von Christopher Germer und Kristin Neff. Sie hilft dir beim Training für dein persönliches Selbstmitgefühl. 

In diesem Brief an dich selbst ist es wichtig, dass dieser Brief wirklich an DICH adressiert ist und du ihn auch wirklich schreibst. Nicht nur denken, was du dir alles sagen möchtest.NEIN! Schreib ihn,. Du wirst sehen, es wirkt Wunder!
Nimm dir kurz Zeit, mindestens eine halbe Stunde und schreib dir in Ruhe diesen Brief.

Hier die wichtigen Punkte:

Schritt 1: Finde deinen wunden Punkt
JA, es ist so. Wir haben alle irgendetwas an uns, das wir nicht mögen. Sei es äusserlich oder innerlich. Etwas das real ist oder wir uns einfach immer wieder einreden. Irgendetwas, das das Gefühl nährt nicht „gut genug zu sein“.

Überlege dir ein konkretes Beispiel, bei dem häufig das Gefühl in dir aufkeimt, nicht zu genügen und bei dem du dich selbst abwertest und negativ bewertest. Beispielsweise deine Arbeit, dein Aussehen, (eine) deine(r) sozialen Beziehungen, deine Ängste oder, oder – es ist ganz egal, um was es geht.

Frage dich: Wie fühle ich mich, wenn ich daran denke?

Bin ich ängstlich, wütend, unsicher, traurig, eifersüchtig, hoffnungslos, niedergeschlagen? Welche Gefühle und Emotionen kommen innerlich hoch?

Schreibe alles auf, das zu der Situation gehört. Alle Gedanken, Gefühle, Ideen…

Denke daran! Das machst du nur für dich! Niemand muss oder soll das lesen. Sei also so offen und ehrlich wie es nur geht. Auch wenn es dich nicht gerade zum lachen animiert… tu es einfach. Sei es dir mal in dem Moment wert.

Schritt 2: Schreibe dir einen Brief aus der Sicht deiner besten Freundin oder Freund
Cool wäre, wenn du relativ zeitnah an den 1. Brief nun auch den 2. schreiben könntest. Wenn du etwas Abstand brauchst, empfehle ich in die Natur zu gehen und zu laufen, zu atmen und alles mal so stehen zu lassen. Dann wirst du meisten frei um wieder was Neues in Angriff zu nehmen.

Die Person (imaginär oder real), welche dir den Brief schreibt, steht dir sehr wohlwollend gegenüber. Sie kennt dich sehr gut und nimmt dich genauso an wie du bist. Mit deinen ganzen Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen. Einfach so wie du bist. Mit allem was dich ausmacht. Sie findet dich genauso einfach grossartig.
Diese Person weiss, dass wir nur allzu sehr dazu neigen, uns vor uns selbst schlecht zu machen. Sie bringt dir und allen anderen deshalb Freundlichkeit, Vergebung und Mitgefühl entgegen.

Und nun. Wie würde diese Person reagieren, sagen gegenüber dem Leid das du dir antust? Gegenüber dieser heftigen Kritik, welche du an dir übst?? Was würde diese Person über deine „Fehler“ sagen?

Wie würde der Brief lauten, wenn dich diese Person daran erinnern möchte, dass du auch ein Mensch bist wie alle anderen auch und dass deine schwächeren Seiten genauso zu dir gehören wie deine starken?
Was fühlt diese Person, wenn sie an dich denk? Erzähle dir selbst, wie toll dich diese Person findet, wie stolz sie auf dich ist und wie sehr dankbar, dass sie dich unterstützen kann. Schreib auf, wie sehr sie beeindruckt ist von deiner Art und Weise Dinge zu meistern. Schreib auf, dass sie immer für dich da ist.
Was würde die Person ganz konkret sagen, wenn du mit deinem Problem zu ihr kommst? Was würde sie wohl von deiner Selbstverurteilung halten?
Stell dir vor, diese Person würde dir Rat- und Vorschläge für mögliche Veränderungen geben. Wie würden sich ihr bedingungsloses Verständnis und ihr Mitgefühl darin ausdrücken?

Schritt 3: Spüre die Liebe, Verbundenheit und Akzeptanz in dir
Wenn du den Brief fertig hast, lege ihn einen Moment beiseite. Am besten legst du ihn irgendwo hin, wo du glaubst, dass er gerne liegen würde. Nach ein paar Stunden nimmst du ihn zur Hand und liest ihn langsam und aufmerksam durch.
Spüre, was die Worte in dir auslösen; wie fühlt sich dein Bauch an? Deine Brust? Dein Körper? Dein Geist? Erlaube dir das Mitgefühl, die Verbundenheit, die Akzeptanz und die Liebe ganz in dir auf zu nehmen.

Bewahre den Brief am besten auf und lies ihn dir immer mal wieder durch, damit du daran erinnert wirst.

Und weil es so schön ist:

Sei lieb zu dir! Du hast es verdient!

Love
Tanja